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Dienstag 29. Mai 2001 (Straßenbezeichnung)
Húsavík (85) - Ullarfoss - Barnafoss - Ljósavatn
(1) - Eyjafjördur - Akureyri (1) - Öxnadalur - Varmahlíd
(1) - Steintún (752)
Wir haben herrlich geschlafen und brachen recht
früh auf. In einer nahegelegenen Bäckerei erstanden wir frische Brötchen
und Teilchen und wir suchten uns einen schönen Platz oberhalb von
"Húsavík" aus, um zu frühstücken.
Wir standen mitten in einer brütenden Seeschwalbenkolonie und wurden
andauernd von den Vögeln attackiert, die sich bedroht fühlten.
Das Frühstück schmeckte trotzdem vorzüglich und die schlechte Laune
vom Vortag hatte sich gebessert.
Wir wußten, daß wir am Abend gemütlich in unserem Bett in "Steintún"
liegen würden ohne Sorge um die Herberge usw. Hinter "Húsavík"
fuhren wir über die 85 weiter in Richtung Ringstraße 1 auf die wir
am "Ljósavatn" stoßen wollten. Kurz vor "Tjörn"
sammelten wir im "Adaldalur" noch Lavasteine als Souvenir,
die wir unseren Freunden in Deutschland schenken wollten |
| Das "Adaldalur"
ist ein weites Tiefland, welches zum Großteil mit Lava aus der "Mývatnregion"
bedeckt ist. Die Lavaformationen bilden interessante Formen und sind
zum Großteil mit Moos bewachsen. Überall zwischen den Lavabrocken
haben reiche Kaufleute aus Reykjavik Ferienhäuser aufgestellt, nach
denen sich unsereins die Finger lecken würde. |
| Weiter ging es. Anne las in einem
Reiseführer etwas von einem Seitental mit mehreren Wasserfällen. Es
handelte sich um das Tal der "Skjálfandafljót" mit den Wasserfällen
"Godafoss" an der Ringstraße, dem "Aldeyarfoss"
am südlichen Ende und dem "Barnafoss" und dem "Ullarfoss",
die wir besichtigen wollten. Leider führt keine Straße an die Wasserfälle,
so daß wir über einen Feldweg gut und gerne 8Km bis zu einem Ferienhaus
gefahren sind. Der Weg war zwischendurch recht abenteuerlich und um
so überraschter waren wir von dem Wochenendhaus mit ein paar Wohnwägen.
Das Haus stand direkt am Flußlauf oberhalb einer Böschung. Ein Trampelpfad
ging weiter in Richtung "Ullarfoss". |
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| Wir wanderten ca. 5km durch niedrigen
Wald und später über eine Heidefläche mit vielen kleinen Bachläufen
und brütenden Vögeln. Die Sonne kam heraus und uns war wie in einem
Märchen. Wir bemerkten, daß wir in den letzten tagen viel zu viel
im Auto saßen und daß die Bewegung in der freien Natur uns ausgesprochen
gut tat. In der Ferne näherte sich der Wasserfall, der sich hinter
dem erschlossenen "Godafoss" zu verstecken braucht. Über
mehrere Spalten ergießt sich das Wasser ca. 10m in die Tiefe. Überall
in den Felshängen waren brütende Eissturmvögel und auf der Heidefläche
beobachteten wir viele andere Vögel die von uns aufgeschreckt ihre
Nester verließen. |
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| Glücklich und zufrieden kehrten
wir an den Lada zurück und fuhren die Restlichen 100Km bis "Akureyri". |
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| Wir wollten ein letztes Mal im "Bautin"
dem ersten Haus am Platze Burger mit Pommes essen und uns in den Erinnerungen
an Islands weiden. Mit Wehmut standen wir im "Bókval", dem
Bücher- und Zeitungsshop und schauten uns die wenigen deutschen Zeitschriften.
Bald wieder leben wir in Deutschland und haben jeden Tag die Möglichkeit
uns zu informieren. Gegenüber im "Café Paris" tranken wir
einen letzten Kaffee, bevor wir über die 1 Richtung "Skagafjördur"
fuhren. |
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Die Lichtstimmung
unterwegs war grandios als wollte Island sich ein letztes Mal für
uns von der schönsten Seite zeigen. Oben in den Bergen staute sich
ein Unwetter auf und unten im Tal schien die Sonne. Glücklich kamen
wir um 19.00 Uhr in "Steintún" an und sagten schnell unten
auf der Farm Hallo.
Wir hatten in den letzten 11 Tagen gute 2300 Km zurückgelegt, ca.
700 DM fürs Tanken und die Autoreparaturen bezahlt. Wir bewältigten
so manchen Tiefpunkt und mußten einige Hürden meistern. Wir wurden
entschädigt mit grandiosen Landschaftseindrücken, welche die mitgebrachten
Dias nur ansatzweise wiederzugeben in der Lage sind. Wir waren vollgestopft
mit Eindrücken und Erlebnissen und freuten uns auf die kommenden Wochen
in Deutschland, in denen wir Zeit hatten, den nicht immer angenehmen
Aufenthalt der letzten 6 Monate zu verarbeiten.
Die letzten 11 Tage zeigten uns aber, daß wir Island und seine Menschen
sehr lieb gewonnen haben und irgendwann wieder einmal aufbrechen werden
um auf der Insel aus Feuer und Eis unterwegs zu sein.
Anne + Volker Lambert
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