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zurück zur KarteISLANDINFO - LANDMANNALAUGAR und Laugarvegur
2002 stattete ich Landmannalaugar einen Kurzbesuch von drei Tagen ab. 2004 sollte es dann soweit sein und ich begab mich mit meinem Freund Boris auf den viertägigen Laugarvegur in die þorsmörk. Den Reisebericht zu dieser Tour findet ihr hier.
Im folgenden beschreibe ich die einzelnen Tagesetappen und diverse Abstecher und Sehenswürdigkeiten entlang der Tour.

LavawüsteBlick vom Bláhnúkur auf den Zeltplatz in LandmannalaugarDie bunten Berge von LandmannalaugarZeltplatz in LandmannalaugarAn der BrennsteinsaldaWollgras an der NámskvíslEin warmes Bad im BachWanderer am BláhnújurPolarlicht über LandmannalaugarWanderer am ReykjakollurMüder Wandererdie heiße Quelle StórihverAm HrafntinnuskerÍshellar am HrafntinnuskerBlick auf den ÁlftavatnHattafell oder HutbergSchlucht MarkarfljótsgljúfurWanderhütte in BotnarTal der þorsmörk

 

Landmannalaugar
ist die Bezeichnung für ein sagenhaft schönes Gebirge im südwestlichen Zentralhochland der Insel. Man erreicht es am einfachsten mit einem der täglichen Busse aus Reykjavík oder mit einem guten Allradgetriebenen Fahrzeug über die F208 von Hraunneyjalón in südlicher Richtung. Es ist auch möglich von der Südküste über die F208 nach Landmannalaugar zu gelangen. Dies ist jedoch Offroadspezialisten und den Überlandbussen vorbehalten.
In Landmannalaugar hat man gute Zelzmöglichkeiten oder eine Wanderhütte des isländischen Wandervereines. Dort sollte man aber in der Saison von Juli bis mitte August reservieren. Eingroßes Waschhaus und die warmen Bäche laden zum Verweilen ein.
Geothermale Aktivitäten der letzten 10000 Jahre prägen das Landschaftsbild in Landmannalaugar. Landmannalaugar ist Teil des Fjallabak-Naturschutzgebietes und ist bestens zum Wandern geeignet.

Tourvorschlag über den Bláhnúkur
Start ist am Zeltplatz in Landmannalaugar. Es geht in südöstlicher Richtung an den Pferdekoppeln vorbei bis zu den Füßen des bläulich schwarz schimmernden und 940m hohen Bláhnúkur.
Ein Trampelpfad schlängelt sich gleichmäßig ansteigend den Berg hinauf. Nach ca. einer dreiviertel Stunde steht man oben auf dem Gipfel und wird von stetem Wind umpfeift. Man genießt einen herrlichen Rundumblick bis zu den fernen Gletschern im Hochland (Süden Torfajökull, Osten Vatnajökull und der Öræfajökull). Weiter geht der Weg hinunter über den Trampelpfad und man kommt nach dem ebenso steilen Abstieg am Beginn der Grænagil heraus. Man kann nun durch die Grænagil zurück zum Zeltplatz wandern oder einen Umweg über die Brennisteinsalda und die Laugarhaun machen.

Tagesetappe von Landmannalaugar nach Hrafntinnusker
Für diese etwa 11km (Luftlinie) lange Etappe benötigt man etwa fünf Stunden. Der Weg beginnt an der Wanderhütte und geht über den ausgepflockten Pfad über die Laugahraun zur Brennisteinsalda. Hier beginnt der etwas beschwerliche Aufstieg bis zu einem Hochplateau. Bald darauf kommt man an dem heißen und farbenprächtigen Tümpel Stórihver vorbei. Von nun an steigt die Route steig an bis zu einem Paß zwischen den Gipfeln Södull und Hrafntinnusker. Die Landschaft hat sich nun auch von dem bunten Rhyolithgestein hin zu schwarzem Obsidiangestein gewandelt. Von dem 1100m hohen Paß sieht man bereits die einige Meter tiefer liegende Wanderhütte mit dem Zeltplatz. Toilette und fließendes Trinkwasser 2004 direkt an und in der Hütte.

Kurztripp zu den Ìshellar an der Westseite des Hrafntinnusker
Diese etwa 2 Stunden in Anspruch nehmende Tour ist empfehlenswert, um den müden Rücken von der Tagesetappe zu lockern. Es geht über den 1128m hohen Gipfel des Hrafntinnusker hinab über ein Eisfeld auf dem die Pflöcke des Weges manchmal schlecht zu sehen sind. Eine gute Markierung bietet der Steinmann oben auf dem Gipfel. Über dieses Eisfeld geht es nach Westen hinab und man steht kurz darauf vor den Eishöhlen.
!!! Vorsicht: Der Abstieg über das Eisfeld kann durch Risse und Spalten gefährlich sein. Die Eishöhlen sind ebenso mit Vorsicht zu genießen, da große Stücke aus der Decke und den Seiten brechen können. Zurück geht es den gleichen Weg bis zur Wanderhütte.

Tagesetappe von Hrafntinnusker bis nach Álftavatn oder Hvanngil
Beim ersten Abschnitt dieser etwa 11 km (Luftlinie) langen Strecke werden entweder Altschneeflächen oder sanfte Taleinschnitte gequert. Vorbei an den rauchenden Bergen Reykjafjöll bis hin zu dem vergletscherten Kaldaklofsfjöll. Hinter dem Kaldaklofsfjöll wird nun bald die Plateaukante erreicht, von der man einen schönen Blick hinunter auf den Álftavatn hat. Die Landschaft ändert sich hier abrupt und man blickt in ein grünes Tal mit dem Schwanensee im Hintergrund. Nun beginnt ein beschwerlicher Abstieg über den Steilhang Jökultungur hinab zu dem See Álftavatn, wo es eine Wanderhütte und einen idyllisch gelegenen Zeltplatz gibt. Für fitte Wanderer empfiehlt es sich bis zu dem schönen Zeltplatz Hvanngil weiter zu gehen. Auch dort gibt es eine Wanderhütte. In der Nähe kann man im Fluß Kaldaklofskvísl ein erfrischendes Bad nehmen.

Tagesetappe von Hvanngil bis nach Botnar
Diese Etappe ist recht lang (16km Luftlinie), dafür hat man kaum Höhenmeter. Nachdem man etwa 1km hinter der Hütte in Hvanngil die Kaldaklofskvísl auf einer Brücke überquert hat, muß man nach einem weiteren Kilometer den Fluß Bláfjallakvísl furten. Der etwa knietiefe Gletscherabfluß ist relativ leicht zu durchqueren.
Die Piste folgt nun durch die schwarze Sandwüste Emstrur immer dem in der Ferne sichtbaren Berg Hattafell (Hutberg) entgegen. Hinter einer Kante hat man einen schönen Blick auf die idyllisch gelegene Hütte in Botnar. Der neu angelegte Zeltplatz ist schön an einem Bachlauf angelegt. Auch die Sanitäranlagen sind neu. Es wird nicht mehr empfohlen, an dem 4km entfernten Platz Sandar zu zelten, da es dort keine Sanitäreinrichtungen gibt.

Kurztripp Markarfljótsgljúfur
Diese Kurztour von etwa 4km Länge führt an die Steilkante des Canyons Markarfljótsgljúfur (Waldfluss). Hierzu läuft man hinter der Hütte wieder einen km den Hang hinauf in westlicher Richtung, bis man an der Kante zur Schlucht steht. Von hier hat man einen imposanten Blick in die 180m tiefe Schlucht hinunter.

Tagesetappe von Botnar bis zur þórsmörk
Diese Etappe führt aus dem Hochland in die Wälder der þórsmörk hinab. Von der Hütte in Botnar geht es erst in einem weiten Bogen nach Osten, bis es einen steilen Hang hinab an den Fluß Fremri-Emstruá. Dieser reißende Fluß wird über eine Brücke gequert, nachdem man an seiner Flanke hinabgeklettert ist. Die Landschaft dahinter nennt sich Sandar und ist durch den nahen Bach zum Zelten geeignet. Der Wanderweg überwindet in einem ständigen Auf und Ab mehere Nebenschluchten des Markarfljót. Bei den Nebenschluchten Slyppugil und Bjórgil lohnt sich eine längere Mittagspause. Im Spätsommer kann man dort Blaubeeren pflücken und sich bei schönem Wetter von der Sonne verwöhnen lassen. Hinter Bjorgil geht es leicht und stetig bergab, wobei die Silhouette des Einhyrningur auf der rechten Seite des Markarfljót den Weg vorgibt. Die Landschaft wird immer grüner und bald erreicht man die grünen Wälder der þorsmörk. Eine Brücke überquert die Ljósá die sich von Birkenblättern überrankt durch eine Schlucht zwängt. Nach dem Überqueren der Kápa kommt man hinunter an den Fluß þröngá, den man furten muß. Dieser reißende Gletscherfluss sollte mit der nötigen Vorsicht gefurtet werden. Das Wasser hat bei normalem Stand Knietiefe. An ausgewaschenen Stellen kann es auch tiefer sein. Hinter dem Fluss verschwindet ein Weg hinauf in den Wald. An einer Weggabelung kann man sich für eine der drei Wanderhütten entscheiden. Wer mit dem Bus nach Reykjavik weiter möchte, dem empfehlen wir die Hütte Húsadalur. Wer noch etwas in der þorsmörk verweilen möchte, dem empfehlen wir Langidalur oder Básar. In der Saison fährt der Bus sowohl von/nach Húsadalur und Langidalur.

Zusatzetappe über den Fimmvörðurhals nach Skógar
Als beliebte Fortsetzung des Laugarvegur kann man in gemütlichen zwei Tagen (25Km) über den Paß Fimmvörðurhals nach Skógar an die Südküste wandern. Der Höhenunterschied beträgt fast 1000m und die Strecke ist streckenweise anspruchsvoll und setzt Trittsicherheit, sowie Erfahrung im Umgang mit Karte und Kompass voraus.
>> weitere Infos im Outdoor Handbuch über Landmannalaugar

!!! INFO !!!
Busfahrpläne von 2004 und Infos zur Reisevorbereitung


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