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Landmannalaugar
ist die Bezeichnung für ein sagenhaft schönes Gebirge
im südwestlichen Zentralhochland der Insel. Man erreicht
es am einfachsten mit einem der täglichen Busse aus Reykjavík
oder mit einem guten Allradgetriebenen Fahrzeug über die
F208 von Hraunneyjalón in südlicher Richtung. Es ist
auch möglich von der Südküste über die F208
nach Landmannalaugar zu gelangen. Dies ist jedoch Offroadspezialisten
und den Überlandbussen vorbehalten.
In Landmannalaugar hat man gute Zelzmöglichkeiten oder eine
Wanderhütte des isländischen Wandervereines. Dort sollte
man aber in der Saison von Juli bis mitte August reservieren.
Eingroßes Waschhaus und die warmen Bäche laden zum
Verweilen ein.
Geothermale Aktivitäten der letzten 10000 Jahre prägen
das Landschaftsbild in Landmannalaugar. Landmannalaugar ist Teil
des Fjallabak-Naturschutzgebietes und ist bestens zum Wandern
geeignet.
Tourvorschlag über den Bláhnúkur
Start ist am Zeltplatz in Landmannalaugar. Es geht in südöstlicher
Richtung an den Pferdekoppeln vorbei bis zu den Füßen
des bläulich schwarz schimmernden und 940m hohen Bláhnúkur.
Ein Trampelpfad schlängelt sich gleichmäßig ansteigend
den Berg hinauf. Nach ca. einer dreiviertel Stunde steht man oben
auf dem Gipfel und wird von stetem Wind umpfeift. Man genießt
einen herrlichen Rundumblick bis zu den fernen Gletschern im Hochland
(Süden Torfajökull, Osten Vatnajökull und der Öræfajökull).
Weiter geht der Weg hinunter über den Trampelpfad und man
kommt nach dem ebenso steilen Abstieg am Beginn der Grænagil
heraus. Man kann nun durch die Grænagil zurück zum
Zeltplatz wandern oder einen Umweg über die Brennisteinsalda
und die Laugarhaun machen.
Tagesetappe von Landmannalaugar nach Hrafntinnusker
Für diese etwa 11km (Luftlinie) lange Etappe benötigt
man etwa fünf Stunden. Der Weg beginnt an der Wanderhütte
und geht über den ausgepflockten Pfad über die Laugahraun
zur Brennisteinsalda. Hier beginnt der etwas beschwerliche Aufstieg
bis zu einem Hochplateau. Bald darauf kommt man an dem heißen
und farbenprächtigen Tümpel Stórihver vorbei.
Von nun an steigt die Route steig an bis zu einem Paß zwischen
den Gipfeln Södull und Hrafntinnusker. Die Landschaft hat
sich nun auch von dem bunten Rhyolithgestein hin zu schwarzem
Obsidiangestein gewandelt. Von dem 1100m hohen Paß sieht
man bereits die einige Meter tiefer liegende Wanderhütte
mit dem Zeltplatz. Toilette und fließendes Trinkwasser 2004
direkt an und in der Hütte.
Kurztripp zu den Ìshellar an der Westseite des Hrafntinnusker
Diese etwa 2 Stunden in Anspruch nehmende Tour ist empfehlenswert,
um den müden Rücken von der Tagesetappe zu lockern.
Es geht über den 1128m hohen Gipfel des Hrafntinnusker hinab
über ein Eisfeld auf dem die Pflöcke des Weges manchmal
schlecht zu sehen sind. Eine gute Markierung bietet der Steinmann
oben auf dem Gipfel. Über dieses Eisfeld geht es nach Westen
hinab und man steht kurz darauf vor den Eishöhlen.
!!! Vorsicht: Der Abstieg über das Eisfeld kann durch
Risse und Spalten gefährlich sein. Die Eishöhlen sind
ebenso mit Vorsicht zu genießen, da große Stücke
aus der Decke und den Seiten brechen können. Zurück
geht es den gleichen Weg bis zur Wanderhütte.
Tagesetappe von Hrafntinnusker bis nach Álftavatn oder
Hvanngil
Beim ersten Abschnitt dieser etwa 11 km (Luftlinie) langen
Strecke werden entweder Altschneeflächen oder sanfte
Taleinschnitte gequert. Vorbei an den rauchenden Bergen Reykjafjöll
bis hin zu dem vergletscherten Kaldaklofsfjöll. Hinter dem
Kaldaklofsfjöll wird nun bald die Plateaukante erreicht,
von der man einen schönen Blick hinunter auf den Álftavatn
hat. Die Landschaft ändert sich hier abrupt und man blickt
in ein grünes Tal mit dem Schwanensee im Hintergrund. Nun
beginnt ein beschwerlicher Abstieg über den Steilhang Jökultungur
hinab zu dem See Álftavatn, wo es eine Wanderhütte
und einen idyllisch gelegenen Zeltplatz gibt. Für fitte Wanderer
empfiehlt es sich bis zu dem schönen Zeltplatz Hvanngil weiter
zu gehen. Auch dort gibt es eine Wanderhütte. In der Nähe
kann man im Fluß Kaldaklofskvísl ein erfrischendes
Bad nehmen.
Tagesetappe von Hvanngil bis nach Botnar
Diese Etappe ist recht lang (16km Luftlinie), dafür hat man
kaum Höhenmeter. Nachdem man etwa 1km hinter der Hütte
in Hvanngil die Kaldaklofskvísl auf einer Brücke überquert
hat, muß man nach einem weiteren Kilometer den Fluß
Bláfjallakvísl furten. Der etwa knietiefe Gletscherabfluß
ist relativ leicht zu durchqueren.
Die Piste folgt nun durch die schwarze Sandwüste Emstrur
immer dem in der Ferne sichtbaren Berg Hattafell (Hutberg) entgegen.
Hinter einer Kante hat man einen schönen Blick auf die idyllisch
gelegene Hütte in Botnar. Der neu angelegte Zeltplatz ist
schön an einem Bachlauf angelegt. Auch die Sanitäranlagen
sind neu. Es wird nicht mehr empfohlen, an dem 4km entfernten
Platz Sandar zu zelten, da es dort keine Sanitäreinrichtungen
gibt.
Kurztripp Markarfljótsgljúfur
Diese Kurztour von etwa 4km Länge führt an die Steilkante
des Canyons Markarfljótsgljúfur (Waldfluss). Hierzu
läuft man hinter der Hütte wieder einen km den Hang
hinauf in westlicher Richtung, bis man an der Kante zur Schlucht
steht. Von hier hat man einen imposanten Blick in die 180m tiefe
Schlucht hinunter.
Tagesetappe von Botnar bis zur þórsmörk
Diese Etappe führt aus dem Hochland in die Wälder der
þórsmörk hinab. Von der Hütte in Botnar
geht es erst in einem weiten Bogen nach Osten, bis es einen steilen
Hang hinab an den Fluß Fremri-Emstruá. Dieser reißende
Fluß wird über eine Brücke gequert, nachdem man
an seiner Flanke hinabgeklettert ist. Die Landschaft dahinter
nennt sich Sandar und ist durch den nahen Bach zum Zelten geeignet.
Der Wanderweg überwindet in einem ständigen Auf und
Ab mehere Nebenschluchten des Markarfljót. Bei den Nebenschluchten
Slyppugil und Bjórgil lohnt sich eine längere Mittagspause.
Im Spätsommer kann man dort Blaubeeren pflücken und
sich bei schönem Wetter von der Sonne verwöhnen lassen.
Hinter Bjorgil geht es leicht und stetig bergab, wobei die Silhouette
des Einhyrningur auf der rechten Seite des Markarfljót
den Weg vorgibt. Die Landschaft wird immer grüner und bald
erreicht man die grünen Wälder der þorsmörk.
Eine Brücke überquert die Ljósá die sich
von Birkenblättern überrankt durch eine Schlucht zwängt.
Nach dem Überqueren der Kápa kommt man hinunter an
den Fluß þröngá, den man furten muß.
Dieser reißende Gletscherfluss sollte mit der nötigen
Vorsicht gefurtet werden. Das Wasser hat bei normalem Stand Knietiefe.
An ausgewaschenen Stellen kann es auch tiefer sein. Hinter dem
Fluss verschwindet ein Weg hinauf in den Wald. An einer Weggabelung
kann man sich für eine der drei Wanderhütten entscheiden.
Wer mit dem Bus nach Reykjavik weiter möchte, dem empfehlen
wir die Hütte Húsadalur. Wer noch etwas in der þorsmörk
verweilen möchte, dem empfehlen wir Langidalur oder Básar.
In der Saison fährt der Bus sowohl von/nach Húsadalur
und Langidalur.
Zusatzetappe über den Fimmvörðurhals nach Skógar
Als beliebte Fortsetzung des Laugarvegur kann man in gemütlichen
zwei Tagen (25Km) über den Paß Fimmvörðurhals
nach Skógar an die Südküste wandern. Der Höhenunterschied
beträgt fast 1000m und die Strecke ist streckenweise anspruchsvoll
und setzt Trittsicherheit, sowie Erfahrung im Umgang mit Karte
und Kompass voraus.
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weitere Infos im Outdoor Handbuch über Landmannalaugar
!!! INFO !!!
Busfahrpläne
von 2004 und Infos zur Reisevorbereitung
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