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Explosionskrater Hverfjall im Mývatngebiet Einführung
Island verdankt seine Existenz den Vulkanen. Hier quillt an der Nahtstelle zwischen der nordamerikanischen und der eurasischen Kontinentalplatte glutflüssiges Magma aus der Tiefe unserer Erde an die Oberfläche.
Alle fünf bis sechs Jahre bricht in Island ein Vulkan aus. Vielfach begleiten Erdbeben die Eruptionen. Die geographische Lage Islands nahe des nördlichen Polarkreises läßt zudem besondere Vulkantypen entstehen. Die größten Vulkane der Insel sind von Gletschern bedeckt. Das Feuer aus der Erde trifft in Island auf das Eis der Gletscher. Diese Naturgewalten haben ein einzigartiges Land gestaltet.
  Plattentektonik und Kontinentalverschiebung
Tektonische Platten nennt man die Stücke, aus denen die harte äußere Hülle der Erde besteht. Die Außenhülle oder Lithosphäre der erde gliedert sich in neun große und rund ein Dutzend kleinere Platten. Die Kontinente liegen auf kontinentalen Platten, ozeanische Platten dagegen machen einen großen Teil des Meeresbodens aus. Die Wissenschaft von diesen Platten nennt man Plattentektonik.

Die Theorie, dass die Kontinente im Laufe der Jahrmillionen langsam über die Erdoberfläche wandern nennt man Kontinentalverschiebung. Ein Blick auf die Weltkarte zeigt, wie gut die Ostküste Südamerikas zur Westküste Afrikas passen würde. Tatsächich waren beide früher verbunden. Vor etwa 220 Millionen Jahren bildetetn alle heutigen Erdteile einen als Pangäa bezeichneten Superkontinent. Er war von dem riesigen Ozean Panthalassa umgeben. Pangäa teilte sich und es entstanden im Verlaufe der Jahrmillionen die heutigen Kontinente und Weltmeere.
Island liegt an zwei sich aneinander reibenden Kontinentalplatten. Der eurasischen und der nordamerikanischen Kontinentalplatte.
  Subduktionszone und Divergenzzone
Ein Gebiet, in dem eine tektonische Platte unter eine andere taucht, nennt man Subduktionszone. Durch Subduktion wird eine tektonische Platte an der Kollisionsstelle unter eine andere gedrückt. Meist geschieht das, wenn eine ozeanische Platte einer kontinentalen Platte entgegen teribt wie an der südamerikanischen Pazifikküste.
Eine Plattengrenze, an der neues Material zur Platte hinzukommt, nennt man Divergenzzone.
Wenn zwei ozeanische Platten auseinander weichen, entsteht ein mittelozeanischer Rücken. Durch den langen Zentralgraben steigt aus der Asthenosphäre ständig flüssiges Magma auf, das als Lava an die Oberfläche tritt.
Island besteht aus einem solchen Mittelozeanischen Rücken, der über die Wasseroberfläche ragt.
 
  Vulkane
Ein Vulkan ist eine Öffnung in der Erdkruste, durch die geschmolzenes Gestein und anderes Material an die Oberfläche gelangt.
Manche Vulkane sind einfache Risse in der Erdkruste, andere öffnen sich als Löcher in einem Berg. Sie entstehen, wenn Magmablasen durch die Kruste brechen und an die Oberfläche kommen. Magma ist geschmolzenes Gestein, das durch die hohen Temperaturen in großer Tiefe in Erdkruste und Erdmantel entsteht. Dringt es an die Oberfläche, nennt man es Lava.

Aktiver Vulkan
Ein Vulkan, der ausbricht oder ausbrechen kann. Auf den Landflächen der Erde sind wahrscheinlich 1300 Vulkane aktiv.
Heiße QuelleLandmannalaugarHeiße Quelle an der KraflaScharfkantige Lava an der KraflaLeirhnukurspalte Spaltenvulkan
Spaltenvulkane entstehen, wenn das Magma durch senkrechte Risse in derKruste an die Oberfläche gelangt. Die Spalten können sich zwischen auseinander weichenden tektonischen Platten bilden.

Schildvulkan
Aus manchen Vulkanen flißt dünnflüssige Lava. DasMagma tritt hier meist langsam an die Oberfläche und breitet sich zu einem flachen Kegel aus, dem Schild.

Andesitvulkan
Am aktivsten sind Andesitvulkane. Der Name ihres Gesteins erinnert an die Anden, wo sie in großer Zahl vorkommen. Vulkane in Subduktinszonen brechen nur selten aber dafür sehr heftig aus.

Vulkangürtel
Fast alle Vulkane der Erde liegen in wenigen Zonen, zum Beispiel im großen Vulkangürtel rund um den Pazifik. Die Gürtel entsprechen den Rändern der tektonischen Platten.

Hotspot-Vulkan
Vulkane, wie die der Hawai-Inselkette, die weitab von Plattenrändern liegen, befinden sich auf den heißen so genannten Hotspots der erdoberfläche, wo vielleicht auch Mantel-Plumes vorhanden sind. Hotspots bleiben wohl meist an einer Stelle, brenne sich aber immer wieder durch die darüberliegende wandernde Platte und hinterlassen eine Reihe von Vulkanen.

   
  Isländische Vulkane und Geothermalgebiete
Hveravellir / Kverfjöll Reykjavík Pingvellir / Haukadalur Landmannalaugar / Lakagigar Askia Mývatn / Krafla
 

IN ARBEIT